VERSTEINERTE ZEUGEN DER ERDGESCHICHTE

Korallenfisch
Mene rhombea (Volta)

Diese WEIGERT-Fossilien-Handreliefprägung (DBP) zeigt das Jugendexemplar eines zu den Bartschartigen gehörenden Korallenfisches. Es wurde aus etwa 50 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten des Monte Bolca, 30 km nordöstlich von Verona, freigelegt.

Mene rhombea , die zu den schönsten Arten des Monte Bolca gehört, hatte einen sehr hohen, seitlich zusammengedrückten Körper, eine große dreieckige Schwanzflosse und auffallend lange Strahlen an den Bauchflossen. Das Maul ist schräg nach oben geöffnet, der Fisch war ein Planktonfresser.

Die fossilreichen Gesteinsschichten von Bolca bildeten sich in einer Lagune, die durch Korallenriffe vom offenen Meer abgeschnürt war. Es herrschte zur damaligen Zeit tropisches Klima mit bedeutender vulkanischer Aktivität. Periodisch traten die Vulkane auf dem nahen Festland in Tätigkeit und bedeckten mit ihren Laven und Aschen für einige Zeit das Land. Aber auch vom ufernahen Meeresboden stiegen vulkanische Dämpfe auf, die eine bedeutende Erwärmung und Vergiftung des Wassers zur FoIge hatten. Sehr viele Fische und andere maritime Organismen fanden so einen gewaltsamen Tod, wurden im weichen Bodenschlamm eingebettet und durch neue Sedimentmassen begraben. Aus diesen, schließlich zu Stein gewordenen Ablagerungen, die heute auf Grund gebirgsbildender Bewegungen immerhin auf 600 m Höhe liegen, werden seit über 200 Jahren die Fossilien gewonnen. Darunter sind die Fische, etwa 160 verschiedene Arten, am schönsten erhalten und zeigen gelegentlich noch Anzeichen ihrer kräftigen Färbung.

Original: Naturkundemuseum Verona/Italien

Farben, Helligkeit und Kontrast der Repliken können von den hier gezeigten Abbildungen aus durch das Internet bedingten technischen Gründen abweichen.