VERSTEINERTE ZEUGEN DER ERDGESCHICHTE

Urvogel
Archaeopteryx lithographica (H. v. MEYER 1861)

Im Jahr 1860 finden Steinbrucharbeiter auf den Höhen des Altmühltals bei Solnhofen in Bayern den Abdruck einer versteinerten Feder. Die Naturwissenschaft steht vor einem Rätsel. Jahre und Jahrzehnte zuvor findet man in den Plattenkalken des oberen weissen Jura (Malm zeta), der berühmtesten Fossillagerstätte der Welt, schon Hunderte von Fossilien wie Krebse, Insekten, Fische, Flugsaurier usw.

Wie soll dieser Fund einer Feder gedeutet werden?

1861 in Solnhofen – und vor allem 1877 gibt der Stein des fränkischen Jura am Blumenberg bei Eichstätt in 20 m Tiefe sein Geheimnis frei – man findet je eine rabengroße Versteinerung. Die beiden Fossilien haben an jedem Flügel 3 Finger mit deutlichen Krallen. Der Kopf zeigt im Kiefer Reptilienzähne. Beide Stücke sind reich befiedert, sogar an dem sehr langen, echsenähnlichen Schwanz.

Die Archaeopteryx lithographica von dem Forscher Herm. v. Meyer 1861 benannt, ist entdeckt.

Der Beweis ist erbracht, der Vogel stammt vom Reptil ab; die Archaeopteryx lithographica ist eine Übergangsform vom Reptil zum Vogel. Die unscheinbare Feder von Solnhofen und die anderen zwei Funde beweisen, dass der Urvogel schon zur Blütezeit der Saurier gelebt und sich im Erdmittelalter aus den Reptilien entwickelt hat.

Original: Naturkundemuseum der Humboldt-Universität, Berlin

Farben, Helligkeit und Kontrast der Repliken können von den hier gezeigten Abbildungen aus durch das Internet bedingten technischen Gründen abweichen.